FACHCHINESISCH FÜR FORTGESCHRITTENE.

Hier erfahren Sie, was die einzelnen Begriffe in Fachchinesisch auf Deutsch bedeuten.
Die Definitionen wurden großteils aus Wikipedia entnommen und überarbeitet bzw. gekürzt.
Alle Begriffe sind alphabetisch geordnet und wurden von uns nicht nochmals überprüft.
Falls Sie zu dem Thema Fragen haben: Das Therapieteam erklärt Ihnen gerne, was sie wissen möchten.

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AKUPUNKTUR

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Sie geht von der Lebensenergie des Körpers aus (Qi), die auf definierten Leitbahnen beziehungsweise Meridianen zirkuliert und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat.
Ein gestörter Energiefluss wird für Erkrankungen verantwortlich gemacht.
Durch Stiche in auf den Meridianen liegende Akupunkturpunkte soll der Energiefluss ausgeglichen werden.
Das gleiche Therapieziel hat die Akupressur, bei der man einen stumpfen Druck ausübt, sowie die Moxibustion, bei der Wärme eingesetzt wird.

AKUPRESSUR

Die Akupressur, auch Akupunktmassage genannt, ist eine Heilmethode, die insbesondere in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der japanischen Medizin angewendet wird.
Sie ist neben verschiedenen Massagetechniken und chiropraktischen Methoden auch Bestandteil der chinesischen Tuina-Massage.
Bei der Akupressur wird stumpfer Druck auf bestimmte Punkte des Körpers ausgeübt.
Diese Methode war historisch der Vorläufer der Akupunktur und benutzt dieselben Leitbahnen (Meridiane) und deren Druckpunkte (Tsubo).
Die Akupressur kann gefahrlos auch von Laien und in Selbstbehandlung angewandt werden, indem schmerzende Punkte auf Muskeln oder Sehnen einige Sekunden lang mit den Fingerkuppen gedrückt werden.
Als japanische Variante der Akupressur ist Shiatsu zu nennen.

CELLULITE

Cellulite ist eine Dellenbildung der Haut, welche vor allem an Beinen, Po, Bauch, Hüfte und Oberarmen auftritt und ist ein Frauenleiden, was mit dem Aufbau des Bindegewebes zusammenhängt.
Die Dellen entstehen aufgrund einer Störung des Gleichgewichtes zwischen Fettaufbau und Fettabbau in den Zellen. Zusätzlich kann ein ungünstiger Stoffwechsel, falsche Ernährung, Hautalterung  oder genetische Einflüsse die Entstehung von Orangenhaut begünstigen.

CHAKREN

Es gibt sieben verschiedene Chakren, denen wiederum bestimmte Organe, Organsysteme und Drüsen zugeordnet werden.
Die Chakren gehören zu dem Bereich des feinstofflichen Energieflusses, den man auch durch die Thermotherapie der Hot Stone beeinflussen kann.

CHINESISCHE MEDIZIN – TCM

Als Traditionelle Chinesische Medizin oder richtigerweise „Chinesische Medizin“ wird jene Heilkunde bezeichnet, die sich in China seit mehr als 2000 Jahren entwickelt hat.
Zu den therapeutischen Verfahren der chinesischen Medizin zählen vor allem die reiche Pflanzenheilkunde und chinesische Arzneimitteltherapie, die chinesische Ernährungslehre und Ernährungstherapie, die Akupunktur sowie die Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten), die chinesische Massagetechnik Tuina und die Bewegungstherapien Qigong und Taijiquan.
Die Verfahren werden gerne als die „fünf Säulen“ der chinesischen Therapie bezeichnet.
Die TCM ist die traditionelle Medizin mit dem größten Verbreitungsgebiet, besonders die Akupunktur wird weltweit praktiziert.

ELEKTROTHERAPIE

Elektrogeräte werden in der Schul- sowie Erfahrungsmedizin therapeutisch eingesetzt.
Mittels schwacher elektrischer Impulse wird das Gewebe stimuliert, was durchblutungsfördernd und schmerzlindernd wirken kann.
Je nach Art der Behandlung spricht man von Galvanotherapie, Diathermie, Reizstrom- oder Hochfrequenztherapie.
Die bekannteste Methode ist die Elektroakupunktur nach Dr. Voll (EAV).
Diese stützt sich auf die Lehre der Energieleitbahnen und der Akupunkturpunkte aus der chinesischen Medizin.
Anstelle von Nadeln werden schwache Stromstöße in den Körper geleitet.

ERGOTHERAPIE

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind.
Die Ergotherapie ist eine Therapieform, die sich mit der Ausführung konkreter Betätigungen und deren Auswirkungen auf den Menschen und dessen Umwelt befasst.
Beeinträchtigungen werden durch den gezielten Einsatz von individuell abgestimmten Tätigkeiten behandelt.
Dabei nehmen die persönliche und gesellschaftlich-kulturelle Bedeutung der Tätigkeit, deren Auswirkung auf die Gesundheit und deren Wechselwirkungen mit der Umwelt einen hohen Stellenwert ein.

FUSSREFLEXZONEN

Ein alternativmedizinisches Behandlungsprinzip, das schon vor Tausenden von Jahren vor allem in China, Indien, Ägypten praktiziert wurde.
Es basiert auf der Theorie, dass sich der menschliche Körper in den Füßen widerspiegelt, wobei jeder Körperteil an eine bestimmte Stelle des Fußes gekoppelt ist.
Anwendung und Wirkprinzip ähneln der Akupressur: Ist eine Reflexzone auffällig, etwa weil sie wehtut oder verhärtet ist, gilt dies als Anzeichen dafür, dass mit dem zugehörigen Organ etwas nicht in Ordnung ist.
Im Umkehrschluss soll eine gezielte Druckmassage der Reflexzonen einen Reiz an die jeweiligen Zielorgane geben und sie bei Heilungsprozessen unterstützen. Auch die Durchblutung und der Stoffwechsel sollen dadurch gefördert werden.

HYDROTHERAPIE

Die Hydrotherapie ist die methodische Anwendung von Wasser zur Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden, zur Stabilisierung von Körperfunktionen (Abhärtung), zur Vorbeugung, zur Rehabilitation und/oder zur Regeneration.
Die Hydrotherapie ist Teil der „klassischen” Naturheilkunde.
Anwendungen sind Waschungen, Wickel, Auflagen und Kompressen, Packungen, Güsse, Bäder (Teil- und Vollbäder) mit und ohne Zusätze, Sauna, Dampfbäder.

LOGOPÄDIE

Die Logopädie ist eine noch junge medizinisch-therapeutische Fachdisziplin auf den Gebieten der Stimme, Stimmstörungen und Stimmtherapie, des Sprechens, Sprechstörung und Sprechtherapie, der Sprache, Sprachstörung und Sprachtherapie sowie des Schluckens, Schluckstörung und Schlucktherapie.
Die Anwendung erfolgt vorwiegend nach Schlaganfällen, Unfällen (Schädel-Hirn-Traumata), Koordinationsstörungen von Stimme, Artikulation, Atmung und Tonus, Sprech- und Artikulationsfehlern, Lispeln, postoperative Schluckstörungen (z. B. nach Entfernung von Rachen- oder Zungenteilen wegen Tumoren), Stimmstörungen, Redeflussstörungen, Stottern, Sprach- und Sprechstörungen im Rahmen einer Demenz, Sprachentwicklungsstörungen und -verzögerungen bei Kindern sowie Störungen des Hörens und der auditiven Wahrnehmung.

LYMPHDRAINAGE

So bezeichnet man den Abtransport überschüssiger Flüssigkeit aus dem Körpergewebe über das Lymphsystem in die Blutgefässe.
Wenn aber das Lymphsystem in seiner Funktion gestört ist, staut sich Körperwasser im Gewebe und es kommt zu Schwellungen (Ödemen).
Die „Manuelle Lymphdrainage“ ist eine spezielle physiotherapeutische Behandlung, wobei durch sanfte oberflächliche Manipulation des Bindegewebes die Lymphflüssigkeit verschoben und der Lymphabfluss (Lymphsystem) aktiviert wird.
Häufige Anwendungen: Orthopädische und traumatologische Erkrankungen, die mit einer Schwellung einhergehen (z. B. nach Knochenbrüchen, Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen, Muskelfaserrisse).

MERIDIANSYSTEM

Das Meridiansystem wurde vor mehr als 2000 Jahren zum ersten Mal beschrieben.
Es besteht aus 12 regulären Meridianen und 8 Spezialmeridianen.
Die Aufgabe dieser Meridiane besteht in der Vernetzung der Organe, Gliedmaßen und aller anderen Körperteile, wie Haut, Knochen, Muskeln und Sehnen zu einem Ganzen.

PHYSIOTHERAPIE

Auch das uralte Yoga oder Qigong lässt sich hier zuordnen. Bereits der griechische Arzt Hippokrates vertrat verschiedene medizinische Auffassungen, die sich heutzutage in der Physiotherapie wiederfinden.
Er verstand den lebendigen Leib als Organismus, Gesundheit als Gleichgewicht und Krankheit als gestörten physischen und psychischen Gesamtzustand.
Seine Überzeugung war, dass die Natur eine Heilkraft besitzt. Er und sein späteres römisches Pendant Galen hoben die gesundheitliche Wirkung aller „Leibesübungen“ hervor.
Physiotherapie, in der Vergangenheit auch als Krankengymnastik bezeichnet, ist eine Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln mit dem Ziel der Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers und die Schmerzfreiheit bzw. Schmerzreduktion.
Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions-, Bewegungs- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten und wird ergänzt durch natürliche physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität).

REHABILITATION

Rehabilitation „Wiederherstellung“ bezeichnet das Bestreben, einen Menschen wieder in seinen vormals existierenden körperlichen Zustand zu versetzen (medizinische Rehabilitation/berufliche Rehabilitation).
Die medizinische Rehabilitation erfolgt unter Verwendung verschiedener therapeutischer Anwendungen und Schmerztherapien und setzt voraus, daß der Patient ausreichend belastbar und motiviert ist und auch in der Lage ist, aktiv an der Rehabilitation mitzuarbeiten.

THERMOTHERAPIE

Die Wärmetherapie gehört zu den ältesten medizinischen Verfahren.
Der Wärme wird eine heilende Wirkung zugesprochen, deshalb spricht man umgangssprachlich auch von Heilwärme.
Hiervon abzugrenzen ist die medizinische Therapeutische Hyperthermie, bei der der ganze Körper erwärmt wird.
Medizinische Wärmetherapie wird lokal eingesetzt bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere bei Nackenschmerzen, chronischen Kreuzschmerzen und Gelenkbeschwerden, in der Sportmedizin zum Beispiel bei Überlastungsschäden wie Muskelzerrungen und Gelenkdistorsionen.
Der Wärme werden vor allem folgende Wirkungen zugesprochen: Muskelentspannung, Verbesserung der Durchblutung, Verminderung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit, Verbesserung der Dehnbarkeit des kollagenen Bindegewebes und Schmerzlinderung.

Die Texte und Definitionen wurden folgenden Quellen entnommen:
Wikipedia, http://de.wikipedia.org, Wiktionary, http://de.wiktionary.org.

Weitere sehr umfangreiche Informationen findet man auch im Thermenlexikon unter
http://www.thermen.at/thermenlexikon